Norder Männergesangverein von 1857 e.V.


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Chronik-4

Chronik

In den Jahren der Inflation hatte der "Sängerbund" erhebliche Schwierigkeiten. Nur durch persönliche Opfer der Sänger konnte die Zeit überstanden werden. Um keine Miete zahlen zu müssen, übte der Verein zeitweilig in einem Klassenraum im Wohlfahrtsheim. Um den Ofen heizen zu können, brachten die Sänger Torf und Briketts mit. Am ersten deutschen Sängerfest nach dem Kriege, vom 22. bis 25. August 1924 in Hannover beteiligten sich drei Sangesbrüder. Kurz vorher hatte sich der Verein dem DSB angeschlossen.
In der Hauptversammlung 1924 wird der neue Fahnen- und Notenschrank, von Sangesbruder Tischlermeister Ferdinand Tjaden aus Eichenholz angefertigt, seiner Bestimmung übergeben. Dieser Schrank wurde noch sehr lange benutzt.

Die Jahre nach der Inflation waren gekennzeichnet durch guten Übungsabendbesuch, Teilnahme an Konzerten und öffentlichen Veranstaltungen. Am 15. 2. 1929 verstarb der beliebte und allseits geachtete Chorleiter Gottschalk, der fast 21 Jahre die musikalische Leitung des Vereines innehatte. Nachfolger wurde am 5. April 1929 der Organist G. Gallert, der den Chor bis zu seinem Fortgang nach Flensburg im Jahre 1937 mit Erfolg leitete.
Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges leitete der Musiklehrer Zimmer den Chor. Mit Beginn des Krieges wurde der Übungsbetrieb des MGV "Sängerbund" eingestellt.

Arion (18861 - 1933)

Der Männergesangverein "Arion" nahm lange Jahre wohl den ersten Platz unter den Norder Chören ein. Ihm gehörten nach den noch vorhandenen Mitgliederlisten die einflussreichsten und wohlhabendsten Norder Bürger an.
Bei der Gründung im Jahre 1861 wurde der Amtsrichter und Notar Rösingh zum Liedervater gewählt. Er bekleidete dieses Amt bis zum 30. 12. 1881. Die Chorleitung übernahm der hochbegabte Organist G. Grundmann.
Bereits im Jahre 1865 veranstaltete der junge Chor ein großes Konzert. Leider ist aus den Akten nicht ersichtlich, wie sich das gesangliche Leben des Vereines weiterentwickelte. Es steht aber fest, dass dieses in den ersten 30 Jahren der Vereinsgeschichte nicht so stark entwickelt war wie die gesellschaftlichen Veranstaltungen.
Der Verein war aber maßgeblich an der glanzvollen Durchführung des 8. Ostfriesischen Sängerfestes am 9./11. Juli 1882 und des 13. Sängerfestes am 5./7. Juli 1896 - beide in Norden - beteiligt. "Arion" war alleiniger Träger der Feste. Die beiden Norder Brudervereine "Concordia" und "Kriegssängerbund" wirkten zwar mit, beteiligten sich aber nicht finanziell. Wie gut der MGV "Arion" zu der Zeit finanziell ausgestattet war, verdeutlichen die Kosten der beiden Veranstaltungen: Für die Ausgestaltung der beiden Sängerfeste (1882 und 1896) entstanden Kosten in Höhe von etwa 4600 Mark. Nach heutiger Kaufkraft macht das etwa 30000 € aus.

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