Norder Männergesangverein von 1857 e.V.


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Chronik-6

Chronik

Im Jahre 1910 legte Herr Pannewick seinen Posten als Liedervater nieder, weil er zu stark im eigenen Geschäft beansprucht wurde. Hierauf wählte der Verein am 12. Februar 1910 den Sangesbruder Herrn Bäckermeister Peter Hokema zum neuen Vorsitzenden. Unter seiner Leitung fand am 15. Oktober 1910 die Bannerweihe des Vereins statt. Herr Hokema führte den Verein bis zum Januar 1926 mit viel Umsicht, Ausdauer und Erfolg. Als er sein Amt niederlegte, wurde er deshalb zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde die Mehrzahl der Sangesbrüder nach und nach eingezogen. Nur ein Doppelquartett setzte die regelmäßigen Übungsabende fort und blieb mit den eingezogenen Sangesbrüdern durch Feldpostpakete, Briefe und Postkarten in ständiger Verbindung. Sechs Sangesbrüder fielen im Ersten Weltkrieg.

Am 29. Januar 1922 verstarb plötzlich der geachtete Chorleiter Rud. Osbahr, der den Chor sehr erfolgreich erzogen und geleitet hatte. Sein Nachfolger wurde der Obergerichtsvollzieher Thürnagel. Er trat aber schon bald "wegen Überbürdung im Amte" zurück.
Bis 1933 leitete dann der Lehrer Ludwig ter Hell musikalisch den Verein. Unter der Leitung dieses hervorragenden Musikers blühte der Verein auf und konnte manche Erfolge erringen. Besonders erwähnt werden soll das große Festkonzert am 9. Januar 1927 anlässlich des 25jährigen Bestehens des Vereines, bei dem auch "Arion" und ,, Sängerbund" mitwirkten.
Von 1926 bis 1933 war Herr Ferdinand Tjaden Liedervater. Er wusste durch seinen unverwüstlichen Humor die Sänger immer wieder zu begeistern und an den Verein zu binden.


Männergesangverein Norden von 1933 (1933 - 1938)
Im Jahr 1933 wechselte die politische Führung in Deutschland. Für die hiesigen Vereine bedeutete das die Forderung nach Gleichschaltung und Verschmelzung. Nach ausgedehnten Verhandlungen zwischen allen Vereinen beschlossen "Arion" und ,,Harmonie" am 24. August 1933 ihren Zusammenschluss. Es wurde der "Männergesangverein Norden von 1933" gegründet. Der "Sängerbund" beteiligte sich nicht daran und blieb bis zum Beginn des Krieges eigenständig. Zum Liedervater des neuen Vereins wurde der Sangesbruder Rud. Borchers gewählt. Er wurde aber bereits am 4. Juli. 1935 von Sangesbruder Wilhelm Schleifer abgelöst. Chorleiter wurde der Lehrer Ludwig ter Hell. Chorkonzerte, Familien- und Vereinsfeiern wechselten miteinander ab und festigten die Freundschaft, die mit dem Zusammenschluss begonnen hatte.
Mit dem ,,Sängerbund" nahm der Chor an den Feierlichkeiten zur Einweihung des Dorfes Neuwesteel teil. Bei den damals üblichen Veranstaltungen wurde der Chor häufig über Gebühr in Anspruch genommen, was sich schließlich auf das Vereinsleben auswirkte. In den späteren Jahren wurde es immer schwieriger, die Übungsabende aufrecht zu erhalten. Ende Oktober 1938 wurden sie völlig eingestellt, was auch für die Dauer des Krieges galt.

Norder Männergesangverein von 1857 e.V. (seit 1947)
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ruhte zunächst die Tätigkeit der Norder Chöre. Durch Kontrollratsgesetz war sogar jegliche Betätigung in Vereinen verboten. Am 21. Septem-ber 1947 wurde dann von Sängern aus allen früheren Chören der "Norder Männergesangverein von 1857 e.V." gegründet, dem sofort 36 Mitglieder beitraten. Damit war der lange gehegte Wunsch erfüllt, dass alle Sänger in unserer Stadt in einem Chor vereint waren. In der ersten Generalversammlung wurde der Friseurmeister Franz Pannewick zum Liedervater gewählt. Zum Chorleiter wurde der Obermusikmeister a. D. Richard Groth berufen.
Viel wertvolles Notenmaterial war in den Wirren des Krieges verloren gegangen. Trotzdem war aus den Notenbeständen der Vorgängervereine genügend Chorliteratur vorhanden, um sofort mit den Übungsabenden zu beginnen.
Auf der ersten Jahreshauptversammlung nach der Währungsreform konnte Liedervater Pannewick verkünden, dass sich die Mitgliederzahl des Vereins innerhalb eines Jahres verdoppelt hatte. Auf dieser Versammlung wurde auch einstimmig beschlossen, dass der "Norder Männergesangverein von 1857 e.V." Rechtsnachfolger aller ehemaligen Männerchöre in Norden sei und somit alle Vermögensbestände der Vorgängervereine auf den neuen Verein übergegangen sind. Der handgefertigte Notenschrank, den Tischlermeister Tjaden 1925 der "Harmonie" übergab.

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