Norder Männergesangverein von 1857 e.V.


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Fasching

Chronik

Ein Kapitel für sich !
Die Faschingsbälle des Norder Männergesangsvereins
Die neuere Geschichte des Norder Männergesangvereins ist auch die Geschichte der Norder Faschingsbälle. Nach den langen Jahren der Not und Entbehrungen war man froh, wieder den Gesang und die Geselligkeit pflegen zu können. So wurde auch gleich bei der Neugründung am 21. September 1947 ein Festausschuss berufen, in dem Onno Paulsen wieder das Amt des Vorsitzenden übernahm. Schon am 4. März 1948 - noch vor der Währungsreform - fand der erste Familienabend statt. Damit wurde auch hier die Tradition aller Männergesangvereine seit 1857 "nahtlos" fortgesetzt.
Zu einem zünftigen Fest gehören auch immer ein Programm und eine kunstvolle Dekoration des Saales. So versammelten sich die Mitglieder des Festausschusses in der Paulsenschen Küche um den Küchentisch, der Vorsitzenden und seine Ehe-frau saßen jeweils am Kopfende, die anderen Mitglieder drum-herum. Alle Ideen wurden gesammelt und ausgiebig diskutiert, Frau Paulsen schrieb alles auf - und so stand am Ende eines langen anstrengenden Abends das Programm der Veranstaltung fest. Die Ausgestaltung nahm dann die Abende der nächsten Wochen und Monate ein.
An einem solchen Abend wird auch die Idee entstanden sein, in Norden richtig Karneval zu feiern. Der erste Faschingsball startete am 4. Februar 1950. Er wurde ein voller Erfolg. Der Ostfriesische Kurier meldete: Der große Saal des "Deutschen Hauses" war kaum wieder zu erkennen, so großartig |hatten fleißige und geschickte Hände ihn ausgestaltet, um den Besuchern des Masken- und Kostümfestes, ... gleich beim Betreten die rechte Faschingsstimmung zu vermitteln. Zwar hing der Himmel nicht voller Geigen, aber voller bunter Luftschlangen, und an den Wänden prangten, in Lebensgröße fast, die Konterfeis berühmter Gestalten von Wilhelm Busch, ... Man konnte sich nach Herzenslust austoben, ohne den Trubel durch irgendwelche Darbietungen zu unterbrechen.... auf diese Weise nahm die Lustigkeit ihren Lauf, so wie es sich auf einem kunterbunten Abend gehört. Nur kurz vor 12 rief Onno P a u l s e n , der als Vergnügungsdirektor sein 25jähriges Jubiläum feierte, die kostümierten Gäste vor sein Podium ... zur Demaskierung. Mit dem Glockenschlage 12 war der Sonnabend vorbei, nicht aber das Fest, das bis in die frühen Morgenstunden mit sich ständig steigernder Lebhaftigkeit andauerte, ein Beweis dafür, dass die Veranstaltung ihren Zweck vollauf erreicht hatte, nämlich die Teilnehmer für etliche Stunden die Sorgen des Alltags vergessen zu lassen.
Der Ball wurde immer beliebter, sogar aus dem Rheinland kamen Gäste, um mit dem Norder Männergesangverein Fasching zu feiern! Die Eintrittskarten für den Ball waren innerhalb weniger Stunden verkauft. Ab dem Jahre 1973 fanden deshalb zeitweise zwei Veranstaltungen statt.

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